Kurz:

Der Underdog aus dem Transformers-Universum kriegt seinen eigenen Spin-Off. Kann Bumblebee trotz leistungsschwachem VW-Käfer-Motor überzeugen?

Lang:

Dass böse Roboter nicht zwingend böse bleiben (Terminator) und teils sogar richtig gut und liebenswert (Short Circuit aka Nummer 5 lebt) sind, liesse sich noch mit zig weiteren Beispielen beweisen. Und wenn sie anscheinend nicht vom Menschen zusammengeschraubt wurden, sondern als eigenständige Rasse von einem anderen Planeten kommen, stehen die Chancen sogar ziemlich gut, dass sie uns nicht Umsverrecken auslöschen wollen.

So auch bei Bumblebee: Die Autobots erkennen, dass der Krieg für sie nahezu verloren scheint und entsenden B-127 aka Bumblebee auf die Erde um dort einen Zufluchtsort zu suchen und eine Basis aufzubauen. Dort angekommen, wird der Bot von der 18-jährigen Charlie entdeckt, welche eigentlich nur einen fahrbaren Untersatz vom Schrottplatz abstauben wollte. Als sie ihn beim Rumschrauben versehentlich reaktiviert, kriegen prompt auch Verbündete und Feinde Wind von seinem Standort und machen sich ebenfalls auf den Weg zur Erde. #stupidpredatorplotreloaded

Die, in den 80er Jahren angesiedelte Story zeigt die Anfänge von Autobots und Decepticons. B-127, welcher gleich zu Beginn des Films von Charlie Bumblebee getauft wird, fährt sich gleich in die Herzen der Zuschauer. Während andere Transformers in Panzer, Lastwagen oder Sportwagen verwandeln, bleibt Bumblebee stets der kleine, unscheinbare VW-Käfer. Schon vor der Hälfte des Films legt “Bumblebee” mehr Wärme, Humor und Herz an den Tag, als alle Transformers-Streifen zusammen!

Neuer Regisseur, neuer Wind! Mit Travis Knight scheint die Oberflächlichkeit bei Transformers vorbei zu sein. Dem ehemaligen Rapper war bewusst, dass eine Daueraction-Bedröhnung à la Transformers: The Last Knight und Co. die Zuschauer mittlerweile langweilt und legte mit “Bumblebee” den Fokus stärker auf die Charaktere. Vorbei ist der Bayham um Auto-Porn und nackte Haut. In diesem Streifen geht’s um Freundschaft und Loyalität. Hailee Steinfeld als Charlie legt eine sehr gute Performance ab und beweist, dass sie mit knapp 22 Jahren den Film fast im Alleingang trägt. Eine Entdeckung.

Fazit:

Der Film erweitert das Transformers-Universums um den womöglich besten Teil! Lassen sich die Vorgänger in ihrem Stil kaum voneinander unterscheiden, sondert sich “Bumblebee” in Sachen Tempo, Witz und Menschlichkeit ziemlich von ihnen ab.

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