In Z for Zachariah infiltriert Kaptain Kirk die Harmonie eines in der Apokalypse gestrandeten Pärchens, in The Overnight stehlen zwei Schnäbis dem Film die Show und in The Wolfpack ist das Surreale realer als die Wirklichkeit. Hier ein weiterer Threesome:

Z FOR ZACHARIAH

Nach dem überraschenden Compliance widmet sich Craig Zobel in seinem dritten kleinen, aber feinen Film dem Weltuntergang. Drei Personen kämpfen um ihre Zukunftsperspektiven. Vor allem Chiwetel Ejiofor und Margot Robbie überzeugen als Pärchen Widerwillens, wessen Adam-und-Eva-Idylle durch die Schlange in Person von Captain Kirk infiltriert wird. “Z for Zachariah” ist hübsch anzusehen und mehrheitlich spannend. Doch bleibt der Blick auf das Apokalypse-Szenario sehr flüchtig und oberflächig. Nicht schlecht, aber auch irgendwie ohne Ambitionen und bedeutungsschwanger. Rating 3/5

THE WOLFPACK

6 Teenager verbringen ihr ganzes Leben abgeschottet in einem Apartment in Manhattan. Den tristen Alltag versüssen ihnen einzig die vielen Filme, welche sie akribisch Szene für Szene aufsaugen und haargenau nachspielen. Dazu basteln sie entsprechende Kulissen, Props und Kostüme aus verfügbarem Abfall, mehrheitlich aus Kartonschachteln. Was nach Fiktion tönt, ist brutale Realität. „The Wolfpack“ ist nämlich ein Dokumentationsfilm, welcher zu gleichen Teilen verstört, aufrüttelt und berührt. Eine ganz besondere Hommage an die Kraft der Filme. Rating 4/5

THE OVERNIGHT

Es gibt ihn also wirklich, den Film mit dem besten und durchaus amüsantesten Schwanz-Witz. Wer schon immer zwei nackte Typen sehen möchte, die hemmungslos herumtanzen: be my guest. Ansonsten bietet das Follow-Up zum superioren Creep von Patrick Brice wenig und ist höchst unglaubwürdig. Immerhin liefern alle Schauspieler eine durchaus mutige Darstellung ab, doch wenn am Schluss nur der Dödel von Jason Schwartzman in Erinnerung bleibt, spricht dies nur bedingt für „The Overnight“, oder? Rating 2.5/5

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