Kurz:

Die Bewohner einer irischen Insel müssen ein ausserirdisches Tintenfisch-Monster bekämpfen, welches an einer Alkoholunverträglichkeit leidet.

Lang:

Ein Seeungeheuer aus dem Weltall landet im irischen Meer. Nachdem es sich am Blut der Wale gelabt hat, beginnt es die Bevölkerung einer kleinen Insel zu terrorisieren. Angeführt von einem Alkoholiker und einer Workaholikerin finden die unbeholfenen Bewohner der Insel eine Möglichkeit sich zu schützen: Sich so stark zu betrinken, dass sie ungeniessbar werden für das Monster.

Ernsthaft? Wie viel Pech muss ein extraterrestrisches, blutsaugendes Weichtier haben, welchem die Enzyme fehlen um Alkohol abzubauen, dass dieses genau in Irland landet? Als würde sich ein Vampir im Sommer in der Lappländische Tundra verirren. Unglücklich! Nun gut, die WHO würde dieses Vorurteil über die Iren schnell wiederlegen…

Trotzdem wurde diese absurde Idee wunderbar umgesetzt. Regisseur Jon Wright hat mit einer begabten Besetzung in jeder Hinsicht ein solides Werk erschaffen. Gut, aber nicht überragend. Der Streifen orientiert sich stark an hollywoodesken Horrorfilmen wie The War of the Worlds oder The Thing; die Spannung wird fein säuberlich aufgebaut, indem das Monster lange Zeit vor dem Zuschauer verborgen bleibt und Jump-Scares verhärten gekonnt die Muskulatur des Publikums. Zusätzlich wird Grabbers mit guinness-schwarzem Humor ergänzt, welcher ähnlich funktioniert wie in Filmen wie Shaun of the Dead oder The Guard. Der Streifen ist sehr irisch (es britisch zu nennen wäre eine Freveltat) in seiner Wirkung: Die Landschaften sind rau und zugleich wunderschön; die Charaktere sind charismatisch und ebenso provinziell. Da kann die aufdringliche und etwas redselige Wirtin Una Maher – Bronagh Gallagher (Pulp Fiction, Sherlock Holmes) – als gutes Beispiel herbeigezogen werden für die „gälische“ Wesensart. Entsprechen empfiehlt es sich den Film in Originalsprache zu schauen, damit das irländische Flair gänzlich rüberkommt. Was im gleichen Atemzug angeraten werden muss, ist den Untertitel einzuschalten, um den schwer verständlichen irischen Akzent zu kompensieren.

Schaut euch den Film an! Die investierte Zeit wird man im Nachhinein nicht bereuen. Er unterhält überaus gut und überfordert den Intellekt nicht zu stark, da die Erzählung stabil aufgebaut wird.

Fazit:

Der Film ist wie die irische Küche: Zuerst erwartet man was Minderwertiges. Dann merkt man, dass es seinen Zweck erfüllt und sehr frisch ist. Und am Ende ist man gesättigt mit dem Wissen, dass man keine Delikatesse konsumiert hat.

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