Ein kiffender Familienvater, ein kleiner Junge mit Schwimmbrille und ein fliegender Engländer: Ein bebrillter Threesome steht vor der Tür!

Neighbors 2: Sorority Rising (2016)

Kelly und Mac ärgern sich darüber, dass eine weibliche Studentenverbindung ihr Hauptquartier im Nachbarhaus bezieht. Denn ihnen fällt es dadurch immer schwerer die potentiellen Interessenten für ihr Haus zu begeistern.

„Neighbors 2“ orientiert sich stark an College-Comedy-Klassikern wie Animal House. Dabei wird das Genre etwas aufpoliert, indem der Zuschauer in die Perspektive einer weiblichen Aussenseiterin getaucht wird, die sich durch die sexistische und oberflächliche Partywelt eingeengt fühlt… Ohne selber mehr Tiefgang zu beweisen. Im Grossen und Ganzen amüsiert der Streifen auf die gleiche Weise wie der erste Teil.

Wie es sich für einen Film mit Seth Rogen (Pineapple Express, The Interview) gehört, polarisiert auch „Neighbors 2“ bezüglich Geschmacks: Entweder man muss ständig schmunzeln oder man stösst sich am vulgären und dem absurden Humor. Als wir beispielsweise den Film geschaut haben, lachte die eine Hälfte lauthals, während die andere Hälfte ständig nur den Kopf schütteln musste. Entweder man vergnügt sich daran, dass man Sätze wie „Shit! We got Cosby’d!“ lernt oder man ist entzückt über die liebeswürdige „Peekaboo-Szene“. Oder es missfällt dem Zuschauer, dass ständig infantile Witze fallen oder im Sekundentakt geflucht wird. Entsprechend ist „Neighbors 2“ je nach Esprit empfehlenswert.

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Midnight Special (2016)

Ein Vater ist mit seinem kleinen Jungen auf der Flucht. Verzweifelt versucht er seinen Sprössling vor der NSA und einer seltsamen Sekte zu verbergen. Denn der Knabe besitzt mysteriöse Fähigkeiten.

Dem Regisseur Jeff Nichols (Take Shelter, Mud) ist eine ganz eigene Mischung aus Road-Movie, Thriller und Phantastik gelungen. „Midnight Special“ fällt besonders durch den Einsatz einer Chiaroscuro-Beleuchtung, karge Dialoge und vordergründig leidenschaftslose Charaktere auf. Parallelen zu Close Encounters of the Third Kind liegen auf der Hand, da man den ganzen Film in Ungewissheit getaucht wird. Jedoch sitzt man am Ende des Films nachdenklich in seinem Sessel ohne umfassende Antworten vom Film erhalten zu haben. Entsprechend ist „Midnight Special“ mitreissend, erfrischend und sehenswert. Aber eben auch gewöhnungsbedürftig.

rating_3halb

Eddie the Eagle (2016)

Nicht nur Jamaika hat ne Bobmannschaft. Auch England hat nen Skispringer.

Wie auch im Weihnachtsklassiker von Disney Cool Runnings (Ja, für uns ist es ein Weihnachtsfilm!) handelt „Eddie the Eagle“ von einem Underdog, welcher sich an den olympischen Winterspielen von 1988 zum Publikumsliebling mausert. Der Streifen revolutioniert den Sportfilm nicht. Der Film glänzt jedoch mit einem gewissen „europäischen“ Charme und mit Hugh Jackman (Van Helsing, X-Men Origins: Wolverine) in einer Paraderolle als heruntergekommener Draufgänger. Das debile Lächeln (natürlich absichtlich geschauspielert) von Taron Egerton (Kingsman: The Secret Service, Legend) nervt nach kurzer Zeit ziemlich. Jedoch spielt er den beharrlichen Charakter so gut, dass man die 104 Minuten hindurch Sympathie für diesen empfindet. Mit Witz und Herz unterhält „Eddie the Eagle“ kurzweilig.

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