Kurz

Elvis feat. JFK vs. The Mummy.

Lang

Unser aller Liebling, Bruce Campell, bekannt aus The Evil DeadEvil Dead IIThe Demolitionist, Burn Notice und vielem mehr, darf in dieser Horror-Komödie von Don Coscarelli den King of Rock and Roll spielen. Coscarelli ist hauptsächlich durch seine Horror/Sci-Fi Phantasm quadrologie bekannt und hat zuletzt bei John Dies at the End Regie geführt. 

Bubba Ho-Tep basiert auf einer Kurzgeschichte von Joe R. Lansdale, einem Preisgekrönten Fantasy und Horror Autoren von dem ich ehrlich gesagt noch nie etwas gelesen habe, aber warscheinlich mal sollte.

Der Film beginnt mit Elvis (Bruce Campbell), der seine Tage damit verbringt in seinem Bett im Altersheim zu liegen und dabei die ganze Zeit an seinen Penis denkt. Der funktioniert zwar schon länger nicht mehr, hat dafür aber eine Geschwulst. Es gibt also genügend Material um den ganzen Tag darüber nachzudenken. 

Aber wie kam der King of Rock’n’Roll überhaupt ins Altersheim? Auf dem Höhepunkt seiner Karriere tauschte er sein Leben hochoffiziell inklusive Vertrag und Rückgaberecht mit dem Elvis Imitator Sebastian Haff. Blöd nur, das Elvis’ Vertrag verbrannte, der Imitator starb und der echte seine Hüfte bei einem Konzert brach. Nun siecht er also in einem heruntergekommenen Altersheim vor sich hin und bemitleidet sich selber. 

Das ändert sich aber, als eine Mumie (Bob Ivy) anfängt seinen Mitbewohner_innen die Seele auszusaugen. Elvis rafft sich auf und macht sich zusammen mit Jack (Ossie Davis), der sich für den wahren, afro-amerikanisch-gefärbten John F. Kennedy hält, auf die Jagd nach der Mumie.

Elvis: No offense, Jack, but President Kennedy was a white man.
JFK: They dyed me this color! That’s how clever they are!

Die Handlung des Films ist wunderbar blödsinnig und die Charaktere schön ausgearbeitet. Ob Elvis wirklich Elvis ist und JFK wirklich JFK ist nicht wichtig für die weitere Entwicklung der Geschichte. Die beiden alten Männer trauern ihrer Vergangenheit so stark hinterher und humpeln und rollen so herzzerreissend durch die Szenen, dass man sich im Zweifel für ihre Wahrheit entscheidet. Das Ganze ist aber bei Leibe kein Trauerspiel Die Dialoge sind grandios und voller Wortwitz. Bruce Campell’s grossartige schauspielerische Leistung macht den Film zu dem was er ist, einer kurzweiligen Horror Komödie ohne viel Horror. Hier braucht es keine grossen Special-Effects um die Handlung voran zu treiben, das kann sie von alleine. 

Fazit

Ein wunderbarer Film über Respekt und Würde im hohen Alter und die Jagd nach einer Mumie.

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