Kurz:

Nix aus der Geschichte gelernt? Scheint so! Denn über 100 Jahre nach dem Untergang der originalen Titanic sticht nun die Titanic Numero Due in See. Und dieses Mal ist Pfusch am Schiffsbau nur eines der vielen Probleme.

Lang:

Und wieder einmal setzen sich die Autoren der Kultmoviegang furchtlos den schlimmsten Machwerken der Filmgeschichte aus, um ihre treue Leserschaft vor den Gefahren des schlechten Trashs zu schützen. „The Best Worst“ zu finden, das ist unsere Mission! Doch kann der heutige Streifen einen Platz im Filmolymp und unseren Herzen ergattern? Schauen wir doch mal genauer hin:

Wie kam es überhaupt zu einem Film namens „Titanic 2“? Hat James Cameron den Bitten nach einer Fortsetzung nachgegeben? Ist ein Schwesterschiff der Titanic untergegangen und niemand ausser ein paar Filmemachern hat’s gemerkt? Die Antwort ist weit simpler. Verantwortlich ist mal wieder das Studio mit dem Flair fürs Absurde: „The Asylum“! Der Film ist daher natürlich KEINE offizielle Fortsetzung, sondern ein weiterer Mockbuster, welcher das Original durch den Kakao zieht. Getreu der Devise „Wozu ein eigenes Drehbuch schreiben, wenn man doch einfach ein bereits bestehendes verwursteln kann?“.

Im Grunde erzählt der Film die Geschichte der „neuen“ Titanic, bzw. ihrer Nachfolgerin Titanic 2, welche die Zuschauer erneut auf Jungfernfahrt mit nimmt, welche wiederum auf der Originalroute von 1912 stattfinden soll. Um dem ganzen einen Hauch Aktualität ein zu impfen, wird für „Titanic 2“ der Klimawandel als universeller Sündenbock herangezogen. Auch Pfusch beim Schiffsbau spielt eine Rolle. Und dann wäre ja noch der Eisberg. Viele Hürden für den armen Frachter, aber hej, schliesslich soll das Schiff ja auch tatsächlich sinken! Bis das Teil aber endlich untergeht, kämpfen die Zuschauer mit übelstem Plotting, unglaublich miesen Schauspieler und hauptsächlich mit der eigenen Müdigkeit. Ab der Kollision wirkt der Streifen weit weniger abstrus als befürchtet, bleibt natürlich trotzdem, wie es sich für „The Asylum“-Produktionen gehört, stellenweise ultra billig inszeniert. Auf der mageren positiven Seite: der Film ist im Allgemeinen sauber geschnitten und auch die Musik passt grösstenteils ganz ok. Immerhin.

Fazit:

Auch wenn es sich hierbei um einen Mockbuster handelt und „The Asylum“ bei uns ein Quäntchen Goodwill geniesst, mit „Titanic 2“ hat das Studio den Eisberg abgeschossen. Schiffbruch ahoi!

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