Matt Damon ist wiedermal rettungswürdig, Pixar liefert den besten Film seit „A Bugs Life“ ab und Jemaine Clement überzeugt in einem kleinen, aber feinen Indiefilm. Hier ein weiterer Threesome.

THE MARTIAN (2015)

Well, Matt Damon hat’s wiedermal verkackt. Nachdem die USA ihn schon aus feindlichem Kriegsterritorium und gestrandet auf einem Planeten abseits unserer Galaxie retten musste, verhängt der wohl überbewertetste Schauspieler unserer Neuzeit es jetzt auf dem Mars. Mit 2 1/2 Stunden Laufzeit ist „Cast Away – Red Edition“ verdammt lang. Wenigstens liegen keine FedEx-Päckli auf dem Mars rum. Trotzdem ist der rote Planet etwa gleich öde, wie die verlassene Insel, auf welcher sich Tom Hanks mit einem Volleyball vergnügte. Vor lauter Referenzen auf bereits gesehene Space-Operas vergisst Regisseur Ridley Scott seinen eigenen Drive zu finden. Damon macht seine Sache solide und der Film ist sehr schön anzusehen, mehr aber nicht. Dann lieber nochmals zu „Interstellar“ hirnen oder ganz im Sinne der Bad Movies, zu „Mission To Mars“ ablachen. „The Martian“ ist zwar gehobene Mittelklasse, aber leider auch nur gehobene Mittelklasse.

Rating 3 out of 5

INSIDE OUT (2015)

Hurraj, Pixar schmeisst seinen überdimensionalen Disney-Hut für einmal in die Ecke und holt sich den ursprünglichen Charme zurück. „Inside Out“ strotzt vor Kreativität und Freude. Die Figuren sind bis ins kleinste Detail liebevoll gezeichnet und bieten auch den kleineren Zuschauern genug Eye-Candy um bestens zu unterhalten. Schön endlich wird eine animierte Geschichte auf der Leinwand zu bewundern, welche in erster Linie fürs erwachsene Publikum gedacht ist. „Inside Out“ ist kurzweilig, bunt, kreativ, rührend, witzig und verdammt clever. Welcome back Pixar.

Rating 4.5 from 5

PEOPLE PLACES THINGS (2015)

Du liebst Jemaine Clement als die schusselige Hälfte von „Flight of the Conchords“, als arroganter Adler in „Eagle vs. Shark“ oder als Putzmuffel-Vampir in „What We Do In The Shadows“? Dann lerne ihn jetzt als hoffnungslos überforderten, aber liebevollen Familienvater kennen. „People Places Things“ ist ein Indie-Film, wie er im Buche steht. Die Story über den mit sich und seinem Leben kämpfenden Träumer ist Clement auf den Leib geschrieben. Mit seinem typischen Humor und perfekt getimten Sprüchen ist der Streifen eine gelungene One-Man-Show. Regisseur James C. Strouse wirft einen schonungslos ehrlichen Blick in das problematische Innenleben einer Patch-Work-Familie ohne rührselig oder sentimental zu werden. Ein kleiner Geheimtip! 

Rating 4 of 5

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