Es gibt Filme, für die gibt es aus verschiedenen Gründen keinen vollumfänglichen Review. Entweder haben sie es schlicht und einfach nicht verdient oder die Streifen passen so nicht unbedingt ins KultMovieGang-Universum. Als „Threesome“ kriegen sie dennoch eine kleine Plattform.

CHAPPIE (2015)

„District 9“ gehört zu meinen Alltime-Favorites, sogar „Elysium“ (activate Kruger!) gefiel ordentlich. Bei „Chappie“ wusste Neill Blomkamp aber anscheinend nicht, wie er das ADHS-Kind von „Rococop“ und „Nummer 5 lebt“ positionieren soll. Der sozialkritische Touch fehlt gänzlich, die Actionsequenzen sind eines Blockbusters unwürdig und die Story bemüht sich nur um ein (Product) Placement des südafrikanischen Dance-Rap-Duos „Die Antwoord“. Die beiden Clowns wurden aus unerklärlichen Gründen ins Epizentrum des Films gesetzt. Besonders Ninja belästigt mit seinem masslos übertriebenen Schauspiel Aug und Ohr. Die einzelnen Bauteile von „Chappie“ hat man alle schon in besserem Gewand gesehen. Mittlerweile ist sogar die Vorfreude auf „Alien 5“ getrübt.   Rating 2/5

DISCOPATHE (2013)

Die Leitidee von „Discopathe“ lechzt nach Kultstatus: ein introvertierter Typ sieht Rot, sobald er den Klängen von Disco-Musik ausgesetzt ist. Während eine Horde dilettantischer Cops versucht den Discomörder zu stellen, schlachtet sich dieser von einer Disco zur nächsten. Tönt lustig, ist es aber nur stellenweise. Denn der kanadische Slasher ist kein bisschen selbstironisch. Zuweilen ist „Discopathe“ so ultra-brutal und krank, dass das Lachen im Halse stecken bleibt. Wieso bei einer solch amüsant dämlichen Ausgangslage so wenig Humor rein gepackt wurde, bleibt mir ein Rätsel. Rating 2.5/5

R100 (2013)

Die Idee um einen geheimen Sadomaso-Club, in welchem die Mitgliedschaft unkündbar ist und die Dominas ihre Members jeweils nichtsahnend in unpassendsten Situationen dangsalieren, ist herrlich bizarr. Zudem wird der eigentlich gradlinige Erzählstrang der Geschichte analog „Rubber“ durch eine Metaebene aufgebrochen und macht den Film so noch surrealer. Der japanische Streifen will aber umsverrecke Kult sein, wirkt aufgesetzt und bietet in seiner diffusen Summe einfach wenig bis gar nix. Weder Komödie noch Drama noch Brainfuck; „R100“ ist schlussendlich nur noch nervig. Rating 2/5

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