Kurz

„Dracula Untold“ von Regisseur Gary Shore behandelt anscheinend die Vorgeschichte zur 1897er Blutsaugerbibel von Bram Stoker. Als einzige Möglichkeit seinen Sohn zu beschützen und einen aussichtslosen Krieg doch noch zu gewinnen, sucht der berühmt berüchtigte Vlad (Luke Evans) in den hohen Bergen nach dem Vampir-Eremiten Caligula, um mit ihm einen teuflischen Pakt einzugehen. Caligula schenkt Vlad Superkräfte, macht ihn aber im Gegenzug zu einem unsterblichen Blut-Junkie.

Lang

Die Vorzeichen stehen schlecht, wenn Bard der Bogenschütze einen abendfüllenden Film auf seinen eigenen Schulten tragen muss. Luke Evans macht seine Sache als verfluchter Blutsauger gut. Das Hauptproblem ist jedoch, dass Universal Pictures mit „Dracula Untold“ krampfhaft versucht, einen Platz neben allen Marvel/DC-Superhelden zu ergattern. Prince Vlad erinnert mit seinem roten Umhang zu stark an einen Marvel-Abkömmling. Nach seiner Bluttransfusion riecht er plötzlich besser als jeder Hund, ist schneller als Usain Bolt auf Speed und killt in diffusem Schlachtgetümmel innert Sekunden eigenhändig 1000 Kämpfer. Nebenbei grunzt er ständig und verwandelt sich wann es ihm beliebt in eine Armada Fledermäusen. Wenigstens bietet der Streifen ein paar hübsch arrangierte Szenen und sogar ein kleines bisschen shakespeareskes Drama. „Dracula Untold“ erinnert aber in zu vielen Belangen an „I Frankenstein“. Die Effekte sind solid, die Story tölpelhaft und Spannung kommt nicht auf. An einem MGB wäre „Dracula Untold“ zur Pizzazeit sicherlich nicht fehl am Platz.

 

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One thought on “Rezension: Dracula Untold (2014)

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