Kurz

Der sture, ungläubige Sergeant Sarchie (sic!) ermittelt gegen einen höchst gewalttätigen Familienvater und eine Mutter, die ihr Kleinkind Löwen zu Frass vorwirft. Ersteren traktiert Sarchie mit seinen haufreudigen Fäusten, für Zweitere benötigt er die Hilfe eines südamerikanischen Exorzisten-Cops. Der göttliche Beistand kommt mehr als günstig, da kurzum ein Hoodie-Träger mit okkulten Tags New York unsicher macht.

Lang

Nach The Exorcism of Emily Rose und dem superioren Sinister reiht Scott Derrickson einen weiteren Horror-Thriller in seinen noch überschaubaren Filmkatalog. „Deliver Us From Evil“ ist atmosphärisch düster und trumpft mit einer Cinematography auf, die nach Grossleinwand schreit. Leider werden weder Story noch Schauspieler den opulent arrangierten Bildern gerecht. Die Geschichte ist beispiellos albern, strotzt vor Logiklöchern und hat null Gespür für ein angemessenes Erzähltempo. An vielen Stellen ist der Streifen unfreiwillig komisch. Die vom Teufel besessenen Individuen hören ausschliesslich The Doors, der Schlussexorzismus erinnert mit seinen verschiedenen Levels mehr an ein Playstation-Game als er beängstigt und Eric Bana nimmt man weder den harten Cop noch den liebevollen Familienvater ab. Bei „Deliver Us From Evil“ scheint es, als wurde David Ayer befohlen, den Meilenstein The Exorcist zu einem modernen Copfilm umzuformen. Er erinnert in seinen besten Phasen an Seven und in seinen schlechtesten an Beverly Hills Cop 3.

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One thought on “Rezension: Deliver Us From Evil (2014)

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