Kurz

Der Film zeigt zwölf Jahre im Leben des jungen Mason, von seinen schulischen Anfängen im Alter von 6 Jahren bis zu seinem Eintritt ins College.

Lang

Boyhood ist der ultimative Coming-Out-Of-Age-Film und findet sich nahezu ausnahmslos auf jeder Top10-Liste von 2014 wieder. Das Einzigartige an diesem Movie ist, dass er über volle 12 Jahre realisiert wurde. Die Schauspieler wachsen und altern reel und konnten sogar ihre persönlichen Erfahrungen in den Film einbringen.

Zitat Regisseur Richard Linklater: „Ich bin absolut bereit, das Drehbuch an an das anzupassen, was er (Hauptboy Ellar Coltrane) gerade durchmacht.“ ¹

Boyhood ist somit eine filmische Langzeitstudie über das Erwachsenwerden. Soweit so einzig- und grossartig. Doch es passiert irgendwie zu wenig. Alles plätschert vor sich hin. Die Entwicklung des Jungen ist ständig von identischen Schemata flankiert. Trennung, Wegzug, neue Freunde usw. usf., wie bei praktisch allen Richard Linklater Filmen fehlt auch hier der dramaturgische Bogen.  Zudem bleiben die Charaktere allesamt oberflächlich. Offensichtlich wichtige Geschichtsfragmente bleiben unangetastet. Von einem knapp 3-stündigen Film darf mehr Fleisch am Knochen erwartet werden.

Nichts desto trotz ist der Streifen schon nur wegen seiner einmaligen Machart unbedingt sehenswert. Vielleicht ein bisschen überbewertet, aber dennoch gibt’s (knappe) vier Haifischflossen.

¹ Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Boyhood_%28Film%29

Share This:

3 thoughts on “Rezension: Boyhood (2014)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.