Kurz:

„The Office“ meets Vampires.

Lang:

In einem biederen Call-Center eines noch biedereren Unternehmens arbeiten eine handvoll biederste Menschen. Interne Spannungen und Techtelmechtels gehören ebenso zur Firma, wie innerbetriebliche Liebschaften und arrogante Bosse. In diese Geschäftswelt platzen Vampire und Blutpatronen.

„Bloodsucking Bastards“ bietet kurzweiligen Splatterfun. Die Parallelen zur „The Office“-Serie sind unübersehbar und wohl auch gewollt. Erstaunlich, dass das Plagiat durchaus funktioniert und die satirischen Elemente meist ins Schwarze treffen. Die Charaktere sind – wie schon beim TV-Bruder – grandios überzeichnet, könnten dennoch gut und gerne in diversen KMUs der Schweiz vorkommen.

Besonders Fran Kranz (Cabin in the Woods) als Held Widerwillens und der von Joey Kern perfekt verkörperte, narzisstische Schnauzkollege unterhalten mit ihren Sprüchen bestens. Die Dialoge sind amüsant und die Popkultur-Referenzen (Kelly Clarkson, Red Bull etc.) gelungen. Emma Fitzpatrick bringt als Emily-Edge-of-Tomorrow-Blunt-Light eine gehörige Portion Frauenpower und vor allem Eye-Candy mit. Yummy.

Eigentlich ist „Bloodsucking Bastards“ nichts mehr als eine überdurchschnittliche Folge von „The Office“, halt einfach mit Vampiren. Die Story legt den Fokus bis zum Schluss auf innerbetriebliche Probleme und unkonventionelle Geschäftsmodelle. Die Vampire bleiben das Mittel zum Zweck.

Schön ist vor allem der Blutgehalt. Zwar sind die Gore-Effekte sehr spärlich gesät, aber wenn die Vampire mit einem lauten Knall das Zeitliche segnen, ergiesst sich literweise Kunstblut über die armen, bereits durchnässten Protagonisten. Hurraj.

„Bloodsucking Bastards“ bietet zwar wenig Neues, doch ist der Streifen ein gelungenes Splatterhäppchen für zwischendurch.

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