Kurz:

„Willie“ Bob Thornton kehrt als rauchender, saufender und prügelnder Weihnachtsmann zurück. Widerwillig verbündet er sich mit seinem ehemaligen Kumpel Marcus, um an Heiligabend eine Wohltätigkeitsveranstaltung in Chicago auszurauben. Dabei hat er nicht mit seiner Mutter als Dritte im Bunde gerechnet. Weihnachten wird turbulent…

Lang:

Als „Bad Santa“ im Jahre 2003 ins Kino kam, richtete er sich an ein erwachsenes Publikum und wurde sogar zu einem kleinen Kassenerfolg. Der Streifen war ganz in Ordnung, hatte einige witzige Szenen und punktete vor allem dank eines gut aufgelegten Hauptdarstellers. Es wäre also durchaus passend gewesen, eine Fortsetzung innerhalb von zwei oder drei Jahren folgen zu lassen.

Im Jahre 2016 sieht die Sache etwas anders aus. Mit „The Nice Guys“ und „Sausage Party“ sind zwei gelungene Komödien erschienen, die neben Fäkalsprache auch noch eine Geschichte mit tollen Einfällen bieten und somit den Filmliebhaber ausreichend unterhalten. „Bad Santa 2“ kommt deutlich zu spät auf dem Markt.

Zuerst das Positive: Billy Bob Thornton in der Rolle von William Stoke ist erneut eine Idealbesetzung und der mittlerweile erwachsene Brett Kelly als naiver Thurman ein echtes Talent.

Tony Cox kehrt ebenfalls zurück und mimt auch dieses Mal wieder aufgrund seiner Körpergrösse den Punchingball für unzählige Scherze unter der Gürtellinie. Neu in der Besetzung ist Kathy Bates als Mama und weibliches Ebenbild von Stoke. Bates hat zwar sichtlich Spass an der Sache, wird aber nur mässig gut eingesetzt.

Ebenfalls mässig ist der Humor. Es wird zuviel Zeit mit Wortgefechten verplempert. Diese sind plump und vor allem oftmals nicht sehr witzig. Um politische Inkorrektheit wird sich zwar in fast jeder Szene bemüht, jedoch geht das Dauerfluchen ziemlich schnell auf die Nerven. Dazu kommt, dass die Handlung ähnlich wie der erste Teil aufgebaut ist und man somit das meiste bereits gesehen hat.

Besser gelungen ist der Einsatz von besinnlicher Festtagsmusik. Der Soundtrack konterkariert das Geschehen und sorgt doch noch ein bisschen für Stimmung.

Fazit:

Mit „Bad Santa 2“ verhält es sich ähnlich wie mit „Sin City 2“. Beide basieren auf einer originellen Idee, welche beim zweiten Aufguss erneut einige Reize bietet. Dennoch merkt man, dass die Luft langsam aber sicher draussen ist. Dazu kommt, dass die besten Szenen bereits im Trailer angedeutet werden oder sich unverhohlen beim Vorgänger bedienen. Wer sich einen etwas anderen Weihnachtsfilm gönnen will, ist mit dem ersten Teil oder „Die Hard“ besser bedient.

 

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