Kurz:

Der Kontakt zur angesiedelten Kolonie auf dem Planeten LV-426 reisst ab und Ripley, Bishop und ein Haufen Testosteron auf Beinen versucht zu retten was noch zu retten ist. Bis auf ein angestaubt schmutziges Kleinkind warten aber hauptsächlich Horden von sabbernden Aliens auf den Rettungstrupp.

Lang:

Es gibt wenige Filme aus den 80ern die nicht altern und auch im 21. Jahrhundert prächtig unterhalten. „Aliens“ aus dem Jahr 1986 gehört ohne Zweifel zu dieser kargen Gruppe. Selbstverständlich bleiben die Frisuren und Kleider amüsante Relikte aus der entsprechenden Zeitepoche, aber bei „Aliens“ funktionieren die Atmosphäre, das Setting, die praktischen handgemachten Effekte und die Story auch bald 30 Jahre nach seiner Entstehung noch wunderbar.

Als Ridley Scott 1979 „Alien“ auf die Menschheit los lies, waren Kritiker und Zuschauer gleichermassen begeistert. HR Giger gewann für die Erschaffung der Kulissen und des Aliens einen Oscar und mit Sigourney Weaver gelang es Ridley Scott erstmals eine Frau als Actionheldin in einem von Männern dominierten Genre zu etablieren.

Dem Erfolg von „Alien“ folgten drei Fortsetzungen (die beiden üblen Crossover-Spin-Offs ignoriere ich hier bewusst). James Cameron, welcher zu dieser Zeit parallel an einem anderen Kultstreifen aus den 80ern arbeitete, stellte sich als erster dem hohen Erwartungsdruck an eine Weiterführung der Alien-Saga.

Normalerweise sind Fortsetzungen laue Abklatsche des Originals. Es gibt sehr wenige Filmreihen, bei welchen das Sequel besser ist als Teil 1. Aber auch hier gehört „Aliens“ zu den lobenswerten Ausnahmen. Aufwändigere Actionsequenzen und konkret sichtbare Alien-Schlachten, gepaart mit der klaustrophobischen Atmosphäre des Vorgängers, setzen dem Originalfilm noch eins drauf. Weder David Fincher 1992 noch Jean-Pierre Jeunet 1997 konnten mit ihren Alien-Versionen den Erfolg von „Aliens“ toppen.

Kurz: Aliens bleibt auch in der 154 Minuten langen „Director’s Cut“-Version immer spannend, die Settings beindruckend bedrückend und Bishop bestätigt seinen Ruf als Godfather aller Androide. Die Schlussschlacht zwischen Ellen Ripley und der Alien-Königen ist auch heute noch ein cineastischer Leckerbissen.

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One thought on “Rezension: Aliens (1986)

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